Kostenübernahme

Allgemeine Infos zum Weg in die Psychotherapie und zur Kostenübernahme finden sie hier.

Meine Praxis ist eine Privatpraxis. Das bedeutet, dass ich die Kosten entweder mit Ihnen persönlich abrechne oder auf Wunsch mit Ihrer privaten Krankenkasse oder anderen Kostenträgern. Eine Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkassen ist nur in Ausnahmefällen möglich (siehe unten). Die Abrechnung erfolgt nach der Gebührenordnung für Psychotherapeut:innen (GOP).

Nachfolgend finden Sie Informationen über die unterschiedlichen Möglichkeiten:

Privatversicherte und Beihilfe für Beamten

Die Beihilfe sowie die meisten privaten Krankenversicherungen mit Beihilfeergänzungstarif erstatten die Kosten für eine psychotherapeutische Behandlung in voller Höhe. Bitte informieren Sie sich hierzu im Vorfeld bei Ihrer Beihilfestelle oder ihrer privaten Krankenversicherung und lassen sich die für eine Psychotherapie erforderlichen Formulare zusenden.

Freie Heilfürsorge

Die freie Heilfürsorge erhalten Polizeivollzugsbeamte, Vollzugsbeamte des Bundesgrenzschutzes, Beamte im Einsatzdienst der Berufsfeuerwehren und bei Landesfeuerwehrschulen, Beamte, die in Justizvollzugsanstalten beschäftigt sind und Zivildienstleistende, die ihren Dienst innerhalb der Bundesrepublik verrichten.

Soldaten und Soldatinnen der Bundeswehr

Seit einer Vereinbarung zwischen der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK) und dem Bundesministerium für Verteidigung (BMVg) vom 16.09.2013 können Soldaten in psychotherapeutischen Privatpraxen behandelt werden. Hierzu ist die Überweisung des Truppenarztes notwendig. Zur ersten probatorischen Sitzung muss der Sanitätsvordruck Kostenübernahmeerklärung (San/Bw/0218) vorgelegt werden. Ist nach der Probephase eine Psychotherapie indiziert und gewünscht, wird dies gegenüber dem Truppenarzt veranlasst. Dieser erteilt auf dieser Grundlage einen Behandlungsausweis als Genehmigung der Psychotherapie und Kostenübernahmegenehmigung (zunächst 25 Std.).Falls Sie Soldat der Bundeswehr sind, haben Sie Anspruch auf unentgeltliche truppenärztliche Versorgung. Im Notfall oder per Überweisung des Truppenarztes kann aber anstelle eines Truppenarztes bzw. Standortarztes auch ein niedergelassener Arzt bzw. Psychotherapeut aufgesucht werden.

Selbstzahler

Es besteht die Möglichkeit, die Kosten für eine Therapie als Selbstzahler selbst zu übernehmen. In diesem Fall bleibt die Inanspruchnahme einer Psychotherapie gegenüber Ihrer Krankenkasse vollständig geschützt, da keine Antragsformalitäten erforderlich sind und der Kasse keine Diagnosen mitgeteilt werden. Dies kann sinnvoll sein, wenn in absehbarer Zeit eine Verbeamtung oder der Abschluss z.B. einer Lebens- oder Berufsunfähigkeitsversicherung angestrebt wird. Die Therapie kann in der Regel ohne Wartezeit sofort beginnen. Weiterhin können Anzahl, Frequenz und Dauer der Sitzungen individuell festgelegt werden und unterliegen keiner Reglementierung. Die Kosten der Therapie können bei der Steuer geltend gemacht werden. Das Honorar richtet sich ebenfalls nach der GOP. Aktuell liegt der Satz für eine Sitzung Verhaltenstherapie 50min. bei 100, 55 Euro.

Gesetzliche Krankenkassen

Da ich über keinen Kassensitz verfüge, ich also nicht direkt mit den gesetzlichen Krankenkassen über ihre Chipkarte abrechnen kann, muss die Übernahme der Kosten zunächst mit Ihrer Krankenkasse geklärt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen ist eine Behandlung von Kassenpatienten im so genannten Kostenerstattungsverfahren möglich. Beachten Sie dazu bitte folgende Hinweise hier.

Bitte kontaktieren Sie vor Therapieanfrage bei mir ihre Krankenkasse und erkundigen Sie sich welche Dokumente die Kasse benötigt, um die ersten probatorischen Sitzungen zu genehmigen! Lassen Sie sich die Liste der benötigten Dokumente zuschicken und wenden Sie sich bei Fragen immer an denselben unterstützenden Sachbearbeiter- ein fester Ansprechpartner ist sehr von Vorteil. Bei der Probatorik handelt es sich um die ersten 4 Sitzungen vor Therapiebeginn. In diesen Sitzungen sammelt man u.a. die nötigen Informationen, um eine Therapie überhaupt beantragen zu können. Bei der darauffolgenden Antragstellung unterstütze ich Sie gerne.

Wenn für Sie ein Krankenkassenwechsel in Frage kommt, dann sprechen Sie mich an. Mit bestimmten gesetzlichen Krankenkassen kann ich kooperieren, so dass Sie bei einem Wechsel zu diesen Kassen einen zeitnahen Behandlungsplatz erhalten können. Die Kündigungsfrist der Krankenkassen beträgt immer 2 Monate zum Monatsende. Dies könnte also eine Möglichkeit sein als gesetzlich Krankenversicherter mit überschaubarer Wartezeit an einen Therapieplatz zu kommen. Manche Kassen, die die Kostenübernahme im Kostenerstattungsverfahren ggf. schon verweigert haben, stimmen der Kostenübernahme bei Ankündigung eines Kassenwechsels spontan dann doch zu.

Wenn Sie gesetzlich krankenversichert sind und in absehbarer Zeit keinen Therapieplatz bei einem „Kassentherapeuten“ finden, dann ist es auch möglich die Wartezeit bei mir als Selbstzahler zu überbrücken und erste Therapieerfahrungen zu machen.

Auch die Plattform www.kassenwatch.de hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Kostenerstattung als Recht der Patienten zu begreifen und Psychotherapeuten und deren Patienten bei der Durchsetzung ihrer Rechte zu unterstützen. Hier ebenfalls ein hilfreicher Link für Sie.